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Freitag, 13. April 2012

Immobilientipp: Mein oder Dein

Im Verkaufsprozess einer Eigentumswohnung wird oft die Frage gestellt: Wem gehört die aufgelaufene Instandhaltungsrücklage, die im Rahmen des Hausgeldes über die Jahre einbezahlt wurde? Dem Wohnungseigentümer bzw. Verkäufer? Kann sie neben dem Kaufpreis zusätzlich vom Käufer verlangt werden?
Instandhaltungsrücklage, wem gehört sie?
Grundsätzlich gehört die Instandhaltungsrücklage nicht dem einzelnen Wohnungseigentümer, sondern der Eigentümergemeinschaft. Sie ist Gemeinschaftseigentum. Mit dem Verkauf geht der angesparte Betrag mit dem Gemeinschaftseigentum auf den Käufer über. Somit hat der einzelne Eigentümer/Verkäufer auch kein Recht auf Auszahlung.
Es darf bei dieser Frage aber nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Instandhaltungsrücklage einem Zweck dient, u.a. den „Gebrauch“ (Abnutzungen) des Gebäudes auszugleichen bzw. instand zu setzen. Ein „Gebrauch“, den der Eigentümer mit zu verantworten hat.
Aber gerade bei Wohnungsanlagen, die Instandhaltungsmaßnahmen notwendig erscheinen lassen, kann eine hohe Rücklage ein sehr wichtiges Verkaufsargument sein.
Am Ende bleibt es dem Verkäufer unbenommen, den Kaufpreis zu verlangen, den er „unterm Strich“ erzielen möchte. Unabhängig davon, wie sich der Kaufpreis aus seiner Sicht zusammensetzt, am Ende muss der Käufer diesen Betrag bezahlen wollen.

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