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Donnerstag, 3. Mai 2012

Immobilientipp: Was ist eine Gunstmiete?

Kinder werden erwachsen und es besteht der Wunsch, eine Wohnung zu kaufen und an sie zu vermieten. Aber die Marktmiete soll den Kindern nicht abverlangt werden. In diesem Falle der vergünstigten Miete für Familienangehörige spricht man von einer Gunstmiete.
Die Werbungskosten (Bewirtschaftungskosten, Zinsaufwendungen usw.) möchte man dennoch im vollen Umfang geltend machen. So kann ein steuerlicher Verlust entstehen, dessen Anerkennung im Rahmen der Einkommensteuererklärung aufgrund der Vergünstigung versagt werden könnte.
In der Vergangenheit war das Verfahren kompliziert, so dass die Bundesregierung diese Fälle seit 01.01.2012 neu geregelt hat.
Zuvor gab es eine Spanne zwischen 56 und 75% der Marktmiete, in der der Vermieter ggf. gegenüber dem Finanzamt beweisen musste, dass er in den nächsten 30 Jahren einen Gewinn aus der Wohnung erzielen kann. Nur dann waren die vollen und nicht nur anteiligen Werbungskosten anzurechnen.
Jetzt wurde eine feste Grenze bei 66% der Marktmiete festgelegt.  Liegt die Gunstmiete darüber, können die Werbungskosten voll und nicht nur anteilig geltend gemacht werden.
Auf jeden Fall empfehlen wir, im Einzelfall Rat bei einem Steuerberater einzuholen.

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