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Mittwoch, 9. Mai 2012

Immobilientipp: Streit ist teuer



Sreit um die Immobilie.

© Doruk Sikman - Fotolia.com
Leider kommt es bei Scheidungen oder Erbauseinandersetzung oft zum Streit über den Verkauf einer gemeinsamen Immobilie. In vielen Fällen wird der Weg der Teilungsversteigerung gewählt.
Das Verfahren entspricht im Wesentlichen der normalen Zwangs-versteigerung und wird ebenfalls durch das Zwangsversteigerungs-gesetzt (ZVG) geregelt.

Die Erfahrung zeigt, dass die Nachteile für alle Beteiligten überwiegen. Es sollte nur die Ultima Ratio sein, also der allerletzte Schritt.

Als Erstes ist zu bedenken, dass der Streit mit der Versteigerung nicht beendet ist, denn die Versteigerung wandelt lediglich einen nicht teilbaren Wert (Immobilie) in einen teilbaren Wert (Geld) um. Der Streit kann danach erst richtig losgehen, wenn es um die Aufteilung des Erlöses geht.

Darüber hinaus kann bei Teilungsversteigerungen nicht mit vielen Bietern gerechnet werden. Erfahrene Bieter oder Berater wissen, dass in der Regel einer der (Teil-)Eigentümer ersteigert. Er hat u. a. einen Vorteil: Seine Gebote muss er nur zum Teil erbringen, der Rest gehört ihm bereits. Es scheint also für Dritte müßig der Versteigerung beizuwohnen, in der Hoffnung ein „Schnäppchen“ zu machen.

Der bessere Weg ist den Verkauf einem neutralen und sachkundigen Immobilienmakler/-berater zu übergeben. Er kann die Immobilie marktgerecht bewerten und insbesondere die Parteien auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Auf diese Weise wird ein zukünftiger Streit vermieden und die Aussicht auf einen guten Verkaufspreis erhöht. Dieser Weg ist auch zu empfehlen, wenn es im Grunde gar nicht zum Verkauf kommen soll - ein Beratungshonorar zahlt sich immer aus.

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