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Freitag, 22. Juni 2012

Immobilientipp: Grundbucheinsicht

Gerade im Rahmen eines Immobilienverkaufes wird die Frage gestellt: „Darf ein Kaufinteressent oder Immobilienmakler in das Grundbuch meiner Immobilie einsehen?“. Kurz gesagt, er darf es grundsätzlich nicht.
Gemäß der Vorschriften darf nur eine Person mit „berechtigtem Interesse“ das Grundbuch einsehen.
Dabei ist der Betriff „berechtigtes Interesse“ ein unbestimmter Rechtsbegriff, der ein verständiges Interesse und aus der Sachlage gerechtfertigten Grund erfordert. Hierdurch soll und muss verhindert werden, dass bloße Neugierde oder die Verfolgung unlauterer Zwecke der Grund für das Einsichtsverlangen vorliegt. Einsicht erlangen insofern:
  • Der Eigentümer.
  • Dritte mit Zustimmung des Eigentümers (z.B. durch Vollmacht an einen Immobilienmakler).
  • Sonstige Personen bei berechtigtem Interesse. Hierzu können Notare, Grundstücksangrenzer, Inhaber von eingetragenen Rechten, Vermessungsingenieure, Journalisten und öffentliche Stellen zählen.
Selbst Notare, die heutzutage einen direkten Anschluss über das Netz an das Grundbuch unterhalten, müssen den Grund ihrer Einsichtnahme dokumentieren. Auch dieser muss ein berechtigter Grund sein, wie die Vorbereitung eines Kaufvertrages.
Ob Schluss endlich die Einsicht in das Grundbuch gestatten wir, entscheidet der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle.

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