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Mittwoch, 21. November 2012

Immobilientipp: "Makler dürfen lügen"


So verlautbarten einige Medien in den letzten Tagen. Der vermeintliche Grund war ein Gerichtsurteil. In Kürze: Ein Mieter hatte die Miete gekürzt, weil die Wohnungsgröße deutlich kleiner war, als im Exposé eines Maklers genannt. Auch die mögliche Toleranz bei ca-Angaben von max. 10% war überschritten. Der Vermieter selbst hatte aber keine Größe genannt bzw. zugesichert. So hat der Vermieter im Streit gewonnen.

Von den Berichterstattern wurde jedoch unterlassen zu berichten, dass der Mieter sich zwar gegenüber dem Vermieter nicht auf die Angaben im  Makler-Exposé berufen kann, der Makler aber für seine „Taten“ verantwortlich zeichnet und sehr wohl schadensersatzpflichtig sein kann.

Denn ein Makler darf eben nicht lügen. Er ist gegenüber seinen Kunden verantwortlich für das, was er sagt und tut. Sollte er es also an der Gewissenhaftigkeit oder gar Redlichkeit mangeln lassen, kann das für ihn sehr teuer werden.
Maklern kann man vertrauen
Leider können auch bei aller Ernsthaftigkeit Maklern Fehler unterlaufen und resultierende Schäden groß sein. So müssen Mitglieder des Immobilienverbandes Deutschland (IVD), wie wir, eine Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung abschließen, um ihren Kunden auch für diese Fälle ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten.
 
Also vertrauen Sie Ihrem Makler, auch wenn die Berichterstattung mal dagegen spricht.

1 Kommentar:

  1. In diesem Fall verstehe ich sowieso nicht, warum der Makler angezählt wird.
    Es ist zwar nicht schön, wenn der es verpennt hat nachzumessen oder den Vermieter zu fragen, aber ein Exposé ist doch kein Vertrag.

    Außerdem ist hinlänglich bekannt, dass ein Exposé oft ganz anders aussieht, als das Objekt der Begierde selbst.
    Ich hatte letztens das Vergnügen, ein Zimmer dazugedichtet zu bekommen. Dabei war das nur der Flur und eindeutig als solcher zu erkennen.

    Naja - in diesem Fall habe ich eben auf die Wohnung verzichtet, den Makler höflich aber bestimmt zurechtgestutzt und ihn aus meinem Gedächtnis gestrichen. Fertig.
    Es gibt genug andere Makler, die noch dazu ehrlich und engagiert sind.

    Und spätestens bei Unterzeichnung des Mietvertrages hätte dem Kläger die falsche Wohnungsgröße auffallen müssen, wenn sie denn wenigstens dort korrekt angegeben war.
    Davon gehe ich eigentlich aus - hätte der Vermieter falsche Angaben im Mietvertrag gemacht, wäre die Mietminderung ja Rechtens gewesen. Aber das wäre eben des Vermieters Problem gewesen, nicht das des Maklers.

    Außerdem darf man von einem mündigen Bürger, der Verträge unterschreiben darf wohl auch erwarten, dass er diese mal liest und bei Unklarheiten nachfragt. Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?

    Aber möglicherweise hat sich der neue Mieter auch nur gedacht - ich will die Wohnung, ich sag jetzt nix und mach später einen auf "Hilfe ich wurde abgezockt". Denn auch das gibt es leider häufig genug.

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