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Montag, 26. August 2013

(Noch)Ehepartner sträubt sich gegen Verkauf.

Leider erleben wir es immer wieder, dass es im Rahmen einer Scheidung zu erheblichem Streit zwischen den (Noch)Ehepartnern kommt.  Insbesondere beim Erfordernis, eine gemeinsame Immobilie verkaufen zu müssen. Dafür werden oft Gründe aufgeführt, die meist für Außenstehende nicht nachvollziehbar und teils absurd erscheinen. Grund hierfür ist oft ein massiver Vertrauensverlust, der oft in pure Angst, vom anderen Ehepartner „über den Tisch gezogen zu werden“, gipfelt.

Unproblematisch erscheint es, wenn nur ein Ehegatte im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist. Der Schein trügt jedoch, denn in den meisten Fällen stellt die Immobilie einen wesentlichen Teil des Ehevermögens dar. In diesen Fällen hat der Ehegatte auch ein Entscheidungsrecht und kann den Verkauf verhindern, auch wenn er nicht im Grundbuch steht.  Der Notar wird die Frage spätestens bei der Protokollierung des Kaufvertrages stellen. Wird sie falsch beantwortet, kommt der Verkäufer in „Teufelsküche“.

Die Erfahrung zeigt, dass es keinen wirklichen Sinn macht, den jeweiligen widerspenstigen Ehepartnern in irgendeiner Weise zwingen zu wollen. Das kostet viel Geld und bringt nicht viel.  Am Ende bleibt nur die Versteigerung (siehe auch unseren Immobilientipp: Streit ist teuer)

Ein Käufer oder, was wirklich sinnvoll ist, ein beauftragter Makler spricht mit dem Ehepartner.
Denn er kann Vertrauen aufbauen und wirklich glaubhaft machen, dass es für sie/ihn keine negativen „Nebenabreden“ gibt, so kommt der Verkauf meist schnell zustande. Der andere Ehepartner oder gar sein Rechtsanwalt wird es meist nicht schaffen, denn das Vertrauen ist leider hin.

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